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Erstes Licht auf Balkonien ... Nachdem das Wetter artig wieder in den Sabotagemodus gefallen war, bekam der LK dann am Sonnabend doch mal die Möglichkeit, "Stuttgarter Himmelsphotonen" zu schnuppern. Hier nun also das "Setup", welches ich auch in Ostfriesland hatte, aufgebaut. Und - erste gute Erkenntnis: ich kann den Schaer alleine händeln! Ist nicht ganz unbedeutend zu wissen, wenn man ein Gerät eben nicht einmal feste installiert, sondern es immer wieder auf- und abbauen muss. Also: auf meinen kleinen Balkon in einigen Minuten - werkzeugfrei (eines meiner "Dogmen") aufgebaut. Gut dabei: der gefaltete 150/3000er ist "balkonkompatibler" als der gestreckt "Canale Grande" mit seinen 152/2250mm. Leider saute auch hier das dies Jahr offensichtlich unvermeidliche wie ebenso unerträgliche Seeing heftig herum. Die Luft "kochte" regelrecht. Das war auch schon tagsüber am "meinem" ca. 300m entfernten Test-Hahn zu sehen: Die "Kreuzchen" der Lichtreflexe sind kein Koma, sondern lediglich das Bild, was das Mobiltelephon durch die Luftzitterei bekam. Denn visuell konnte man schon gut die recht runden Beugungsringe der Reflexe erkennen. Abends setzte sich der Seeingnerv unvermittelt fort. Dennoch bekam ich auch hier - wie jüngst in Ostfriesland - in den "lucky moments"eine Ahnung dessen, was der alte Schaer zu leisten imstande ist: auch hier ein fast umlaufende Cassiniteilung am Saturn, der Mars zeigte viele Strukturen und der Jupiter eben auch solche in den Bändern. Absolutes Heimspiel am halben Mond: erstmal sah ich Strukturen innerhalb des Alpentales; und die Gegend um Mt.Piton im Mare Imbrium zeigte sich von hoher Detailfreude. Besonders schön: die sich mit nachvollziehbar steigendem Sonnenstand verändern Schatten von Bergspitzen an einem Krater (weiss gerade nicht welcher). Dann natürlich den DS π Aql, den der LK natürlich locker machte. Bei 16 Vul (0"85) war dann leider nichts "drin" ... und das nur teilweises seeingbedingt. Hier machte sich auch eine Dejustage der Optik bemerkbar, die Sternabbildungen waren nicht rund, sondern etwas verzerrt. Deutlich wurde dies dann bei Defokussieren: hier waren eben keine runden, sondern eiförmige Abbildungen der unscharf gestellten Sternscheibchen erkennbar. Wechselte man dann von intrafokal nach extrafokal, stand das "Ei" erst senkrecht, dann waagerecht. So begann sich nun bemerkbar zu machen, dass der Schaer doch noch "Zuwendung" braucht, um sein komplettes Potential auszupielen ... Und je mehr man sich damit befasste, desto mehr fiel an, was getan werden kann... |
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