|
Ja manchmal spülen einem Teleskopdeals die besten Beifänge an Bord ... so auch einer im Frühjahr 2026. Ein Nachlass spendierte mir u.a. enen 60er Coronado-Solarmax und einen
30er Blockfilter. Diese Teile waren an einem 100mm-Refraktor mit 640mm Brennweite montiert. Eigentlich reicht für diese Brennweite ein 7-mm Blockfilter ... 30mm ist da fast schon
"Perlen vor die Säue". Hmmmh ich hatte da mal den Gedanken: "wie wäre es, die 30mm des Blockfilters mal voll zu nutzen: also: an den "Canale Grande" mit seinen
2250mm Brennweite anflanschen. Okay, 60mm ist natürlich nicht sooooviel Licht... aber ein Versuch ist es doch wert. Denn "irgendwie" hatte ich die Vermutung: "Da kann
echt etwas gehen". Also, dann am 07.04. mal wieder einen Basteltag eingelegt. Wie schon an den Weisslichtsonnenfilter muss auch hier ein Muffenstopfen der guten alten Ostendorf-Produktion herhalten ... der ja bislang seinen Dienst als "Deckel" verichtete. Also auch hier: Loch reingesägt.
Zur Befestigung des Solarmax und seiner Halterung drei Holzklötzchen zurechtgesägt und dann zwei von innen dann an dem Stopfen festgeschraubt. Dann den Solarmax in seiner Halterung reingeschoben und auch das dritte Klötzchen befestigt, so daß das Ganze nun fest verschraubt ist.
Und wie schon beim Weisslichtsonnenfilter: auch das hier passt natürlich wie angegossen. Zur Sicherung gegen Rausrutschen und großes "Aua" habe ich dann noch durch Taukappe und einesetztem Filter ein Loch gebohrt und hier eine "Gewindekralle" (ich weiss nicht, wie die Dinger wirklich heissen) von innen am Filter gegengesetzt. Damit von Aussen dann eine Flügelschraube eingeschraubt werden kann, die dann versehentliches Rausrutschen blockiert.
Man merkt: durch den Solarmax kommt natürlich zusätzliches Gewicht an den eh schon langen Hebel und damit die Montierung. Aber diese geniale Disc-Mount-DM-6 trägt auch das gelassen und "souverän". Also: alles aufgebaut und ... bei schönstem Wetter hochgespannt, ob mein Gedanke, das der Solarmax an der langen Brennweite "etwas reissen kann" richtig war und ist. Erst einmal monokular ... mit all den schönen 2"-Okularen und deren angenehmen Einblick
Aber Hallo! Da geht echt was: eine wunderbare h-α-Sonne!! Okulare zwischen 45mm und 26mm Brennweite; also Vergrößerungen zwischen 50 und 95fach. Absolut der Hammer. Schon hier durfte ich mir - ob meiner Vermutung, das die lange Brennweite und die angenehm "einblickenden" Okulare echt "was können" - auf die Schulter klopfen. Aber da war ja auch noch der Großfeld-Binoansatz und mein altes Päärchen 24er Panoptics ....
... da hat es mir dann echt "die Schlappen ausgezogen": so etwas Geniales hatte ich in der Sonnenbeobachtung noch n i c h t gehabt: Strukturen in den Protuberanzen zu beobachten war etwas Neues für mich. Oberg*il!! Ich hab ja schon durch ein klasse Heliostar-76 geschaut ... durch mein Lunt-80 Doublestack ... aber so g*il habe ich die Sonne noch überhaupt nicht gesehen. Ich hab dann tatsächlich doch knapp 2 Stunden die sich schnll verändernden Protuberanzen beobachtet ... kleine Fackeln, die schon in einer Viertelstunde Veränderungen zeigten ... Das dynamische "Leben" der Sonnenoberfläche ... unglaublich gut! Sonne ist nun echt ein Thema geworden. Jo das hat auch Folgen: der "Canale Grande", den ich eigentlich verkaufen wollte, wird definitiv bleiben. Dafür wird der Lunt-80-Doublestack gehen ... Und ich bin auf der Suche nach einem 90er Solarmax ... denn ein bischen mehr Licht wäre dann schon gut. |